Unsere Mission: Die Gender-Gap in Mikromobilität schließen

Weniger Frauen als Männer nutzen zwei Räder: Das sind unsere Ansätze für Inklusion in der Mikromobilität.

Dott wurde von und für alle Menschen gemacht. Wir wollen die Diversität in den Städten in unseren Märkten widerspiegeln und sicherstellen, dass wirklich alle diese Städte genießen und sich darin frei bewegen können.

Aus diesem Grund haben wir uns mit der Innovationsgruppe Steer zusammengetan. Wir wollen die Gender-Gap innerhalb der Mikromobilität sichtbar machen und sie genau untersuchen. Zudem wollen wir Lösungen finden, um die Barrieren für Frauen bei der Nutzung von E-Fahrzeugen zu minimieren. Die Befragungen wurden im Vereinigten Königreich, in Frankreich und in Italien von Experten im Bereich Gender & Mikromobilität durchgeführt. Befragt wurden Frauen, die unsere E-Roller nutzen und auch solche, die das (noch) nicht tun.

Die Gender-Gap bei der Nutzung von E-Rollern

Bei der Nutzung unserer E-Fahrzeuge konnte ein Gender-Gap festgestellt werden. Ende 2021 waren 29 % der Dott-NutzerInnen Frauen, der verbleibende Rest von 71 % waren Männer. Dazu muss man anmerken, dass in den Märkten, die wir am längsten mit E-Rollern bedienen, der kleinste Unterschied bei den Geschlechtern besteht. Das gleiche Ergebnis zeigt sich bei neuen FahrerInnen. Diese Beobachtung legt nahe, dass die Inklusion in der Mikromobilität bereits in der Entwicklung steht, wir aber dennoch Aktionen setzen müssen, um Frauen den Zugang und die Nutzung von gemeinsamer Mikromobilität zu erleichtern.

Die Befragung zeigt, dass Frauen, die E-Roller noch nicht nutzen, ein großes Interesse an Mikromobilität haben. Mehr als 35 % der Studienteilnehmerinnen meinten, dass sie unseren Service gerne ausprobieren würden. Konkret waren es knapp 50 % der Frauen über 45 Jahren, die der Nutzung von Dott E-Rollern gegenüber aufgeschlossen waren.

Für uns bedeuten diese Zahlen, dass wir die Menschen unterstützen müssen, die von Mikromobilität profitieren wollen.

Warum weniger Frauen E-Roller nutzen

Das Verständnis dafür, warum Frauen Mikromobilität nicht nutzen, setzt einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Inklusion.

Die Risikowahrnehmung ist ein großer Punkt, der Frauen davon abhält, unsere E-Roller zu verwenden. Einige Frauen gaben an, dass sie Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Fahrzeuge hätten. Eine große Mehrheit war allerdings hinsichtlich der Sicherheit der Infrastruktur ihrer Städte weitaus mehr besorgt. Sie sehen in der Nutzung von E-Rollern auf den Straßen, gemeinsam mit Autos und Bussen, ein potentielles Sicherheitsrisiko.

Interessanterweise schätzen die befragten Frauen E-Roller nachts als eine sicherere Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln und dem zu Fuß gehen ein, da sie damit schneller und flexibler sind.

Andere Gründe, warum Frauen E-Roller nicht nutzen, betreffen den Preis, die Verfügbarkeit und die mögliche Reichweite. Die Zuverlässigkeit des Services ist für Frauen sehr wichtig, da sie häufig gleich mehrere Dinge auf einer Fahrt erledigen und miteinander verbinden wollen. Um dem gerecht zu werden, müssen E-Roller auch wirklich verfügbar sein, wenn sie gebraucht werden.

Zudem tragen die befragten Frauen auch oft mehrere Taschen oder Gegenstände mit sich, die sie unterwegs verstauen wollen, was bei den derzeitigen E-Roller-Modellen noch nicht hinreichend berücksichtigt wurde.

Mehr Balance auf den Straßen: Die nächsten Schritte

Um das Sicherheitsgefühl von Frauen bei der Nutzung von E-Rollern im Stadtverkehr zu steigern, hat Dott eine Reihe von Trainingskursen in London eingeführt. Diese kostenlosen E-Roller-Sessions finden einmal monatlich statt, einige exklusiv für Frauen. Diese Einheiten bieten ein sicheres Umfeld, um E-Roller ausprobieren und um Sicherheitsbedenken besprechen und minimieren zu können. Ziel ist es, Frauen das Selbstbewusstsein zu geben, E-Roller eigenständig im Straßenverkehr zu nutzen. Nach Evaluierung dieser Trainings wollen wir die Initiative auf andere Märkte ausweiten.

Sobald sich unsere FahrerInnen auf den Straßen sicher fühlen, startet der “Beginner-Modus”. Damit wollen wir Menschen, die unseren Service zum ersten Mal nutzen, unterstützen. Bei den Einstellungen für neue FahrerInnen wird eine geringere Geschwindigkeit vorgesehen, um ihnen die Eingewöhnung zu erleichtern. Zudem setzen wir bei unserem Angebot auf Diversität und bieten Fahrräder und Cargo-Bikes an, damit jeder ein zu seinen Bedürfnissen passendes Fahrzeug wählen kann.

Sichere Straßen betreffen uns alle. Unsere Untersuchungen legen nahe, dass E-Roller einen Einfluss auf die gefühlte Sicherheit von Frauen haben. Damit wurde uns klar, dass wir in diesem Bereich einen Auftrag haben. Aus diesem Grund ist Dott der Londoner Women’s Night Safety Charter beigetreten und verpflichtet sich dazu, sich für die Sicherheit von Frauen in der Nacht einzusetzen. Zudem wollen wir unsere Stimme und unsere Plattform auch weiterhin zur Förderung der allgemeinen Sicherheit von Frauen nutzen.

In einem weiteren Schritt steigern wir die Verfügbarkeit von unseren E-Rollern in allen Städten in unseren Märkten. Wir sorgen dafür, dass unsere Fahrzeuge so oft wie möglich auf der Straße eingesetzt werden können, anstatt in der Lagerhalle zu stehen. Bisher werden zudem bereits 90 % der Fahrten mit austauschbaren Batterien betrieben, was bedeutet, das die Fahrzeuge nicht zurück ins Lager müssen, wenn ihre Batterie leer ist. Stattdessen können sie aktiv auf den Straßen bleiben und unser Außendienst kümmert sich um den Batteriewechsel.

Zusätzlich können wir auf eine größere Parkplatzdichte verweisen, denn es gibt nun mehr Plätze, an denen man E-Roller leicht und sicher abholen und abstellen kann.

Diversität = Innovation des Stadtbilds

Indem man Mikromobilität mehr Menschen zugänglicher macht, sorgt man auch für faktische Verbesserungen in den Städten.

Unsere Forschungsbemühungen werfen wichtige Fragen auf. Wo benötigt man mehr Fahrradwege? Wo kann man E-Bike-Parkplätze schaffen? Wie kann man auch abgelegene Gebiete mit E-Rollern bedienen? Die Antworten zu diesen Fragen dienen nicht nur NutzerInnen von Mikromobilität, sondern vor allem auch den Städten. Immerhin tragen diese Entwicklungen dazu bei, dass unsere Städte ordentlicher und nachhaltiger werden.

Ein weiterer Punkt, der das Stadtbild betrifft, ist die datengesteuerte Parkempfehlung. Diese Empfehlungen berücksichtigen Sicherheitsbedenken von Frauen und anderen Fahrern und verweisen auf die sichersten Parkmöglichkeiten. Hier werden auch Aspekte wie gute Beleuchtung oder belebte Umgebungen berücksichtigt.

Das sind nur einige der Projekte, mit denen wir Frauen die Fahrt auf zwei Rädern auf sichere und bequeme Weise erleichtern wollen.

Wir wissen, dass diese Untersuchung erst der Beginn einer langen Reise zur Diversitäts-Steigerung bei der Nutzung unserer E-Roller ist. Uns ist auch bewusst, dass wir auf immer neue Anforderungen einer sich ändernden Gesellschaft reagieren müssen. Unsere Aufgabe als Städtepartner nehmen wir allerdings sehr ernst. Daher werden wir uns weiterhin für Gleichheit einsetzen und für unser Ziel, allen Menschen intelligente Fahrten anbieten zu können.

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