Klimaneutralität reicht nicht aus

Uns geht es um die Reduzierung unserer Auswirkungen. Nicht nur um CO₂-Neutralität.

Immer mehr Unternehmen versprechen uns klimaneutrale Produkte und Dienstleistungen. Wir bei Dott wissen, dass das nicht ausreicht. Seit unserer Gründung im Jahr 2019 haben wir alle unsere Emissionen kompensiert. Aber dabei wollen wir es nicht belassen.

Jedes Unternehmen, das seine Treibhausgase ausgleicht oder kompensiert, kann sich als klimaneutral bezeichnen. Die Realität ist jedoch, dass diese Unternehmen nicht etwa weniger Emissionen emittieren, sondern einfach nur Projekte unterstützen, die an anderen Stellen CO₂-Emissionen verringern.

CO₂-Neutralität als einzige Maßnahme ist also bestenfalls eine Übergangslösung. Doch wir müssen die Ursache des Problems angehen. Deshalb liegt unser Hauptaugenmerk darauf, die Menge an Treibhausgasen, die unsere Services produzieren, aktiv zu senken. Wir nutzen CO₂-Kompensation nur als letztes Mittel.

Wir waren die ersten in unserer Branche, die mit Umweltexperten zusammengearbeitet haben, um ein dynamisches Modell zu erstellen, das für jede Stadt, in der wir tätig sind, Vorhersagen zu unserer monatlichen CO₂-Bilanz trifft. Mit diesem Tool behalten wir nicht nur den Überblick über unsere Treibhausgasemissionen, wir können auch messen, welchen Unterschied unsere Reduktionsinitiativen machen. Mit der Integration unseres dynamischen Modells decken wir jeden Teil unserer Wertschöpfungskette ab – vom Lager bis zum Bürgersteig.

Hier erfährst Du, wie sich unsere Reise entwickelt hat, was wir bereits erreicht haben, und was noch zu tun ist.

Wir setzen neue Branchenstandards: ein dynamisches Modell

Seit 2020 arbeiten wir gemeinsam mit den Carbon Footprinting-Experten CO2Logik an einem dynamischen Modell, mit dem wir die CO₂-Bilanz für jeden gefahrenen Kilometer schätzen können. Wir verwenden dieses Modell, um unseren Fußabdruck pro Stadt und Monat zu überwachen – im Gegensatz zu den jährlichen Berechnungen, die bei anderen Unternehmen üblich sind.

Unser CO2 -Modell ist so effektiv, weil es uns eine autonome, regelmäßige und zuverlässige Möglichkeit bietet, unsere Emissionen aufzuschlüsseln. Mit diesen detaillierten Erkenntnissen gewinnen wir ein tieferes Verständnis unseres CO₂-Fußabdrucks. So können wir die Aktivitäten mit den höchsten Emissionen ermitteln und unsere Nachhaltigkeitsbemühungen entsprechend anpassen. Außerdem können wir beurteilen, wie effektiv unsere Umweltinitiativen unsere CO₂-Bilanz reduzieren, und eine agilere Strategie anwenden, in der wir unseren grünen Ansatz fortlaufend überprüfen und überarbeiten können, um die maximale Wirkung zu gewährleisten.

Sehen wir uns ein Beispiel aus der Stadt Lyon an. Unser Modell hat uns gezeigt, dass verlorene Fahrzeuge in der Stadt wesentlich zu unserer CO₂-Bilanz beigetragen haben. Als Reaktion darauf haben wir eine Taskforce gebildet, um das Problem anzugehen. Wir konnten die Zahl der verlorenen Fahrzeuge im Laufe des Jahres 2020 von 5 % auf 0,5 % senken. Wir haben unsere Emissionen also nicht kompensiert, wir haben sie reduziert – und zwar um etwa 8 Tonnen CO2 pro Monat.

Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette

Unser Berechnungsmodell basiert auf dem GHG Protocol, dem am weitesten verbreiteten Standard zur Schätzung der CO₂-Emissionen eines Produkts oder Unternehmens. Und weil wir die volle Verantwortung für alle unsere Treibhausgasemissionen übernehmen, wenden wir das Modell in unserer gesamten Wertschöpfungskette an.

Wir tracken nicht nur die Emissionen unserer E-Scooter- und E-Bike-Flotten, sondern beziehen auch Bereiche wie Lieferanten, Logistikfahrzeuge, Lagerhallen und Recycling mit ein. Grundsätzlich zählt alles, das es Dott ermöglicht, auf den Straßen unterwegs zu sein. Das heißt alle drei „Scopes“ des GHG-Protokolls.

Scope-1-Emissionen

Was wir messen

Alle direkten Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit unseren Aktivitäten. Zum Beispiel die Kraftstoffverbrennung unserer Logistikfahrzeuge, wenn sie für einen Batteriewechsel unterwegs sind.

Was wir tun

Wir waren in unserer Branche unter den ersten Unternehmen, die austauschbare Batterien für E-Scooter und E-Bikes eingeführt haben. Anstatt unsere Flotten immer wieder hin und her zu schicken, wenn mal eine Batterie leer ist, können wir sie jetzt vor Ort ersetzen. Um die Emissionen aus unserem Betrieb weiter zu reduzieren, stellen wir unsere Betriebsflotte auf vollelektrische Fahrzeuge um.

Scope-2-Emissionen

Was wir messen

Indirekte Treibhausgasemissionen durch den Verbrauch zugekaufter Elektrizität, Wärme oder Dampf. Für uns sind das zum Beispiel die Heizung in unseren Lagern und Büros oder der Strom, der unsere Logistikfahrzeuge, E-Bikes und E-Scooter antreibt.

Was wir tun

Wir nutzen in allen unseren Büros und Lagern erneuerbare Energien. Unsere neue Hauptgeschäftsstelle in Amsterdam (die Anfang 2022 fertig sein wird) befindet sich in der „grünen Zone“, wo die nachhaltigsten und energieeffizientesten Architekturprojekte der Stadt zu finden sind. Neben vielen anderen umweltfreundlichen Gestaltungselementen reduziert das Gebäude durch eine erstklassige Dämmung den Wärmebedarf.

Scope-3-Emissionen

Was wir messen

Andere indirekte Treibhausgasemissionen, die aus Quellen Dritter freigesetzt werden, oder über die wir keine direkte Kontrolle haben. Dazu zählen die Produktion von E-Scootern und E-Bikes (Material, Produktion, Montage, Transport usw.), End-of-Life-Management für E-Scooter und E-Bikes, Geschäftsreisen, IT-Equipment und Pendelfahrten.

Was wir tun

Im Rahmen unserer Hardware-Richtlinie „Repair-First“ verwenden wir wiederverwendbare Ersatz- und Recyclingteile, um unsere Fahrzeuge zu reparieren und eine lange Lebensdauer unserer E-Scooter und E-Bikes zu gewährleisten. Unsere erste E-Scooter-Flotte ist auch nach zweieinhalb Jahren noch im Einsatz, während unsere nächste E-Scooter-Generation mehr als fünf Jahre unterwegs sein soll. Dies wird dazu beitragen, unsere Emissionen weiter zu senken.

2021 konnten wir unsere Emissionen im Vergleich zum Vorjahr um 40 % pro gefahrenen Kilometer senken.

Unser Ziel: <20 g CO2 pro Kilometer

Wir haben die nötigen Werkzeuge, um mit unserer grünen Dynamik positive Veränderungen herbeizuführen – und wir konnten bereits einige Erfolge verzeichnen: 2021 konnten wir unsere Emissionen im Vergleich zum Vorjahr um 40 % pro gefahrenen Kilometer senken.

Aber was streben wir noch an, wenn uns CO₂-Neutralität nicht genug ist?

Erstens sind unsere Reduzierungsziele kompatibel mit dem 1,5°C Szenario des SBTi (Science Based Target Institute), d. h. wir müssen unsere Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2030 um 50 % senken.

Zweitens haben wir uns ein weiteres Ziel gesetzt: Wir möchten unsere CO₂-Bilanz bis 2025 auf weniger als 20g CO2eq (Einheit des Treibhauspotenzials) pro gefahrenen Dott-Kilometer beschränken.

Wir wissen, dass dies ein ehrgeiziges Ziel ist. Besonders, wenn man bedenkt, dass wir der einzige Mikromobilitätanbieter sind, der alle von uns verursachten Emissionen berücksichtigt und recycelte Abfälle nicht von unserer Zählung abzieht. Denn beim Recycling wird Energie verbraucht, bei der ebenfalls Emissionen entstehen – also beziehen wir sie in unsere Gesamtberechnung mit ein.

Drittens: Um unsere Ziele zu erreichen, beinhaltet unsere Strategie für 2022, dass wir in allen Städten auf eine vollelektrische Logistikflotte umstellen – auch dort, wo dies nicht obligatorisch ist. Wir sind auf einem guten Weg, dieses Ziel bis Mitte 2022 zu erreichen. Als nächsten Schritt werden wir unsere E-Scooter und E-Bikes der nächsten Generation ausschließlich aus den langlebigsten und klimafreundlichsten Materialien herstellen, um die für die Produktion erforderlichen Emissionen zu senken und die Lebensdauer unserer Fahrzeuge zu maximieren.

Gemeinsam für eine bessere Zukunft

Wir können unsere Klimaziele natürlich nicht alleine erreichen. Wir haben uns daher mit innovativen Unternehmen zusammengetan, um zu erforschen, wie umweltschonende Batterien hergestellt werden können, die nach ihrer Verwendung bei Dott leichter wiederverwertet werden können.

Wir nehmen Nachhaltigkeit ernst und sind vollkommen transparent in Bezug auf unsere gesamte CO₂-Bilanz. Es ist unsere Mission, unsere Städte mit sauberen Fahrten für alle grüner zu machen. Damit meinen wir die Fahrer von heute, morgen und übermorgen. Wir haben uns von Anfang an für eine grünere Welt eingesetzt – und wir sind entschlossen, unsere Auswirkungen auf die Umwelt so geringfügig wie möglich zu halten.

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